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Hinweise

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Beim täglichen Zusammenleben ergeben sich häufig Fragen, die wir an dieser Stelle  beantworten. Wir geben zudem Ratschläge und werden die Themen stetig erweitern.

 

Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Fragen.

Regeln für ein Holzfeuer

Im Land Brandenburg ist das private Verbrennen von Garten- und Haushaltsabfällen im Freien verboten. Nur in einzelnen Fällen ist gelegentlich ein kleines Holzfeuer im Freien ohne behördliche Genehmigung erlaubt. Damit Rauch, Ruß und Geruch nicht die Nachbarn und die Umwelt belasten, gibt es einige Voraussetzungen zu beachten.

 

Nur naturbelassenes, trockenes Holz, zum Beispiel Holzscheite, kurze Äste, Reisig, Zapfen oder auch Holzbriketts, darf verwendet werden. Genehmigungsfrei sind nur kleine Feuer. Die Größe des Holzhaufens darf im Durchmesser und in der Höhe einen Meter nicht übersteigen. Die Flamme sollte möglichst klein bleiben und muss jederzeit durch geeignete, bereitgestellte Hilfsmittel löschbar sein. Zuvor muss eine ausreichende Distanz zu brennbaren Materialien berücksichtigt werden – unter Beachtung der Windverhältnisse.

 

Wenn sich Nachbarn beschweren, muss von Belästigungswirkungen durch das Feuer ausgegangen werden. Damit muss das Feuer umgehend gelöscht werden.

 

Gartenabfälle, wie Rasenschnitt und Laub sowie frischer Baum- und Strauchschnitt, dürfen grundsätzlich nicht verbrannt, sondern sollten kompostiert werden.

 

Holz- und Reisighaufen sind eine bevorzugte Lebensstätte vieler Tiere. Sie dürfen deshalb keinesfalls direkt angezündet werden, sondern müssen zuvor umgeschichtet werden.

 

Verstöße gegen die Vorschriften stellen Ordnungswidrigkeiten dar und können mit empfindlichen Geldbußen – nach Landesrecht bis zu 20.000 Euro – geahndet werden.

Leben mit Wildschweinen

Unsere Gemeinde Rangsdorf ist von viel Grün geprägt. Wild und wildlebende Tiere, insbesondere Waschbären, Füchse, Steinmarder und Wildschweine finden dort ihren Lebensraum. Doch immer häufiger tauchen unsere tierischen Nachbarn auch in Innenbereichen und Gärten auf.
Mit diesen Informationen über Lebensraum, Instinkte und Verhaltensweisen der Wildschweine sollte es möglich sein, ihnen mehr Verständnis entgegen zu bringen. Gezielte Schutzmaßnahmen sowie angemessene Verhaltensweisen vermeiden Probleme.
 

Lebensweise und Lebensräume


Das Sehvermögen ist relativ schlecht - solange sich nichts bewegt. Das Gehör der Wildschweine ist sehr gut und ihr Geruchssinn ausgezeichnet. Wildschweine sind gute, ausdauernde Läufer und auch gute Schwimmer.
Größe und Gewicht der Tiere sind von ihren jeweiligen Lebensbedingungen und der geographischen Verbreitung abhängig. Die Kopf-Rumpf-Länge kann bei Keilern 1,50 bis 1,80 Meter und die Schulterhöhe bis zu 1,10 Meter betragen. Sie können ca. 100 bis
150 Kilogramm schwer werden. Weibliche Tiere erreichen etwa 50 bis 70 Prozent des Keilergewichtes.
Wildschweine halten sich vorwiegend in Laub- und Mischwäldern mit Wasser- und Suhlstellen, dichtem Unterwuchs und feuchten Böden auf. Auch Felder mit Gebüschen und Gebiete mit Gewässern und Röhrichtzonen sind bevorzugte Lebensräume. Offenes
Gelände ohne jegliche Deckung meiden Wildschweine dagegen.

 

Als Allesfresser ernähren sich Wildschweine sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Neben Eicheln und Bucheckern werden auch Feldfrüchte wie Mais, Kartoffeln und Getreide gefressen. Obst, Gräser und Kräuter, Käferlarven, Würmer oder Insekten, Blumenzwiebeln und Wurzeln stehen auf dem Speiseplan. Kleine Nager, Fischreste, Aas, Gartenabfälle oder Brotreste werden ebenfalls gefressen.


Zusammenleben von Mensch und Tier


Wildschweine nutzen auch unseren Siedlungsbereich als Lebensraum und geben ihr Wissen an die Nachkommen weiter. Verfügbare Nahrungsquellen merken sich die Tiere und suchen sie immer wieder auf.
Wildschweine sind sowohl tag- als auch nachtaktiv. Sie passen ihren Aktivitätsrhythmus an die jeweiligen Lebensbedingungen an. Werden sie tagsüber durch Menschen gestört, verlagern sie den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in die Dämmerungs- und Nachtzeit.
Sie können bis zu 20 Kilometer zurücklegen. Den Tag verschlafen sie dann im Schutz eines Dickichts.

 

Nicht füttern


Wer Gartenabfälle, Kompost, Obst und Gemüse sowie Essenreste im Wald und in Grünanlagen ablädt, lockt damit Wildschweine an. Ihr gutes Gedächtnis hilft ihnen zudem, diese Orte wiederzufinden. Komposthaufen deshalb nur im umzäunten Garten anlegen.
Das Füttern der Tiere ist verboten! Es drohen dafür Geldstrafen bis zu 5.000 € (§ 60 BbgJagdG).

 

Grundstücke sichern


Um unliebsamen Besuch von Wildschweinen auf dem eigenen Grundstück zu vermeiden, sollte dieses solide eingezäunt sein. Hilfreich ist ein stabiler, mindestens 1,50 m hoher Zaun, der durch einen Sockel oder Wühlstangen im Boden gesichert ist, um den
Schnauzen standzuhalten. Auch das ca. 40 cm tiefe Eingraben des Zauns, der im Erdreich nach außen gebogen wird, verhindert das Eindringen. Das Tier steht dann mit seinem Gewicht auf dem Zaun und kann ihn weder hochbiegen noch untergraben.

 

Mit Ruhe begegnen


Wildschweine greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihren Nachwuchs verteidigen. Bewahren Sie bei Begegnungen daher Ruhe und gehen Sie langsam zurück. Damit signalisieren Sie, dass von Ihnen keine Gefahr ausgeht. Engen Sie Wildschweine keinesfalls ein. In aller Regel werden diese dann nicht angreifen. Eine Bache mit Frischlingen sollte mit großem Abstand umgangen werden. Von Hunden fühlt sie sich bedroht. Häufig folgen Hunde ihrem Jagdtrieb, werden dann aber angesichts der Wehrhaftigkeit der Wildschweine selbst zu Gejagten. Um Begegnungen zwischen Hund und Wildschwein zu vermeiden, sollten Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden.

 

Schäden durch Wildschweine


Für den Schutz seines Grundstückes ist der Eigentümer selbst verantwortlich. Durch Wild angerichtete Schäden werden nicht erstattet (§ 44 BbgJagdG).


Jagd: Informationen des Landkreises Teltow-Fläming


Grundsätzlich ist jegliche Jagdausübung, auch das Aufstellen von Fallen, in befriedeten Bezirken verboten. Hierzu zählen u. a. Wohngebäude mit Hof und Hausgärten, Friedhöfe, Wildgehege, öffentliche Grün-, Sport- und Erholungsanlagen, Eisenbahnanlagen
und Autobahnen, vollständig eingefriedete Betriebsgelände sowie durch die untere Jagdbehörde zu befriedeten Bezirken erklärte Flächen.
Ist die Jagd insbesondere aufgrund von Schäden durch Wild trotz Sicherungsmaßnahmen durch den Eigentümer erforderlich, muss das die untere Jagdbehörde gestatten. Es empfiehlt sich, vor Antragstellung vorab telefonischen Kontakt mit der unteren Jagdbehörde aufzunehmen. Die Gestattung von Jagdhandlungen in befriedeten Bezirken regelt § 5 BbgJagdG.