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Offener Brief von Eltern der Kita Purzelbaum

Eltern, deren Kinder die Kita Purzelbaum besuchen, haben dem Rangsdorfer Bürgermeister einen offenen Brief geschrieben. Hintergrund des Unmuts, der darin zum Ausdruck kommt, war die geplante Versetzung einer Erzieherin von der Kita Purzelbaum in die Kita Spatzennest, weil es dort derzeit zu wenig pädagogisches Personal gibt.

 

Das Konzept der Bezugserzieher*innen führt zu einer Bindung zwischen diesen und den Kindern. Deshalb ist es verständlich, dass die Kinder nun ihre Erzieherin vermissen. Doch ist es Aufgabe der Gemeinde, als Träger der Kitas dafür zu sorgen, dass alle Kinder gut betreut werden und Einschränkungen der Öffnungszeiten durch zeitweisen Personalmangel möglichst vermieden werden.

 

Die Anregungen der Eltern sind Wünsche, die in der Praxis aber teilweise nicht umsetzbar sind. Beispielsweise gibt es keine Garantie, dass Bezugserzieher*innen konstant die Gruppe betreuen. Im Krankheits- und Urlaubsfall oder aufgrund personeller Entscheidungen müssen praktikable Lösungen gefunden werden.

 

Der Verzicht auf Schließzeiten in den Kitas ermöglicht Eltern mehr Flexibilität bei der Urlaubsplanung, dem Personal aber auch. Bei zehn Erzieher*innen in einer Kita bedeutet das beispielsweise, mindestens 60 Wochen Urlaub pro Jahr so zu planen, dass die Betreuung der Kinder dennoch gewährleistet ist.

 

Andere Vorschläge der Eltern sind längst gängige Praxis. Die Tarifverträge regeln die Gehaltsstrukturen. Umfragen zur Zufriedenheit der Beschäftigten gab es und wird es demnächst wieder geben. 

 

Trotz allem liegt Rangsdorf mitten in Brandenburg, wo landesweit Hunderte pädagogische Fachkräfte fehlen. Während in anderen Kommunen der Kita-Notstand ausgerufen wird, gibt es in den Kitas der Gemeinde Rangsdorf nur wenige offene Stellen, weil es gelingt, mit den verschiedenen Konzepten der Einrichtungen und der wertschätzenden Arbeitsatmosphäre ausreichend Personal zu gewinnen und zu halten. Damit das auch künftig so bleibt, bitten wir die Eltern um Verständnis für Personalentscheidungen, die nicht den eigenen Kindern zugutekommen, sondern an anderen Stellen für Entlastung sorgen. Als Eltern erwarten Sie auch, dass bei Personalausfall Erzieher*innen aus anderen Einrichtungen, die dort Bezugserzieher*in für andere Kinder sind, zur Vertretung hinzugezogen werden. 

 

gez. Rocher

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Veröffentlichung

Di, 20. Februar 2024

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