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Bürgerbeteiligung

Formelle Beteiligung der Öffentlichkeit zum Entwurf des Bebauungsplans RA 9-7 „Bücker-Werke“ nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch

 

Vom 18.10. bis 26.11.2021 erfolgt die Auslegung der Entwurfsunterlagen für den Bebauungsplan zur Entwicklung des Konversionsgeländes im Bereich der ehemaligen Bücker-Werke. Neben dem Entwurf des Bebauungsplanes mit Begründung und Umweltbericht werden auch umweltrelevante Informationen dazu ausgelegt.

 

Mit Ausnahme der DIN 4109, die aus urheberrechtlichen Gründen nur in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden kann, können die Unterlagen während der Auslegungsfrist im Rangsdorfer Rathaus zu den unten genannten Zeiten sowie auch online unter https://www.rangsdorf.de/ra9-7 oder über das Online-Planungsportal des Landes Brandenburg unter https://planungsportal.brandenburg.de/plaene/rangsdorf eingesehen werden.

 

In der Bauverwaltung, Raum 2.02 (2.Etage), können die Unterlagen während der Auslegung zu folgenden Zeiten eingesehen werden:

 

Montag 8.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Dienstag 8.00 - 12.00 und 13.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 8.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag 8.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Freitag 8.00 - 12.00 Uhr

    

Bis zum Ende der Auslegungsdauer am 26.11.2021 können von jedermann schriftlich, in elektronischer Form oder zur Niederschrift Stellungnahmen bei der Gemeinde Rangsdorf zum Planvorhaben abgegeben werden. Die Bekanntmachung mit weiteren Informationen und einer Übersicht über alle Auslegungsunterlagen wurde im Rangsdorfer Amtsblatt Nr. 34 vom 7. Oktober veröffentlicht.

 


 

Rangsdorf2035+
Rangsdorf 2035+

 

Unser Integriertes Stadtentwicklungskonzept "Rangsdorf 2035+" wird den Rahmen für die Zukunft in Rangsdorf schaffen. Bei Zukunftskonferenzen und thematischen Workshops, bei Online-Umfragen (siehe unten) und in Gesprächsrunden haben die Rangsdorfer*innen bereits viele Ideen eingebracht, die nun in unser Entwicklungskonzept einfließen.

 

Wir bedanken uns über die rege Beteiligung der Rangsdorfer*innen, insbesondere auch von Kindern und Jugendlichen.

 


Mittwochs-Gesprächsrunden am Lido

 

Am Mittwoch, dem 11. August 2021, startete eine neue Veranstaltungsreihe rund um die Zukunft unserer Gemeinde. Am Rangsdorfer See konnten sich die Rangsdorfer*innen gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Rocher und Gemeindevertreter*innen zu verschiedenen Themen austauschen. Die Gesprächsrunden fanden bis zum 22. September mittwochs am Lido statt und werden hier zusammengefasst.

 


 

© Gemeinde Rangsdorf - AL22
Mittwochsgespräch zu Klimaschutz und -anpassung

 

Nur 13 Rangsdorfer*innen kamen zum letzten Mittwochs-Gespräch an den Rangsdorfer See, obwohl mit Klimaschutz und der notwendigen Anpassung an den Klimawandel wichtige Themen im Fokus standen. Bürgermeister Klaus Rocher skizzierte am Lido die Probleme und stellte Lösungsvorschläge zur Diskussion, die im Konzept „Rangsdorf 2035+“ festgeschrieben werden sollen.

 

Auch in unserer Gemeinde leidet die Natur unter den Folgen der Klimakrise. Pegelstände fallen und Bäume vertrocknen bzw. werden anfälliger für Krankheiten. Viele Rangsdorfer Kiefern sind vom Kiefernfeuerschwamm befallen.

 

Ausgleichsfonds für Ersatzpflanzungen können Menschen künftig unterstützen, die auf dem eigenen Grundstück zusätzliche Bäume pflanzen möchten. Aber auch die Übernahme der Kosten für die Laubentsorgung von Straßenbäumen durch die Gemeinde wurde angeregt, um eine breitere Akzeptanz der für die gesamte Gemeinschaft wertvollen Bäume zu erreichen.

 

Bebauungspläne können die Teilung und Bebauung von Grundstücken eingrenzen und dazu beitragen, dass in Rangsdorf nicht weiter für den Hausbau immer mehr Bäume gefällt und Flächen versiegelt werden. Stattdessen sollen die Grünzüge erhalten bleiben und das Bewusstsein für die ursprüngliche Rangsdorfer Siedlungsstruktur – beispielweise mit dem Waldcharakter - gestärkt werden.

 

Zudem soll künftig eine Beratung zur Neupflanzung von Bäumen angeboten werden, bei der Arten empfohlen werden, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen. Ein zweiter Klimagarten könnte hinter der Grundschule in Groß Machnow entstehen und im benachbarten Gutspark werden Wildblumenwiesen angelegt.

 

Als weiteres Handlungsfeld wurde das Thema Wasser aufgegriffen. Die Versickerung des Regenwassers auf dem eigenen Grundstück muss stärker kontrolliert und durchgesetzt werden, um die Überflutung der Straßen und der Kanalisation bei Starkregen zu verhindern.

 

Durch die Vernässung der umliegenden Wiesen und mit der Zufuhr von Wasser könnte dem Rangsdorfer See langfristig geholfen werden. Weitere Projekte werden geplant, wie die Schaffung einer ökologischen Durchlässigkeit für die Pramsdorfer Straße. Vielfältige Ursachen für den Wassermangel wurden von Landwirtschaft bis zum Golfplatz diskutiert.

 

Um eine Verkehrswende voranzubringen und den Radverkehr attraktiver zu machen, müssen in Rangsdorf mehr Radwege entstehen, beispielsweise durchgängig an der Bergstraße.

 

Im Bereich Energie könnte die Gemeinde künftig das vorhandene Potenzial eigener Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen besser nutzen. Zudem wird schrittweise die Beleuchtung von Straßen, aber auch Sporthallen auf energiesparende LED-Technik umgestellt.

 

Konsens bestand darin, dass all diese Maßnahmen sinnvoll sind. Wie der Klimaschutz in Rangsdorf jedoch am besten gemanagt werden soll, wurde von den Teilnehmenden kontrovers diskutiert. Einig war man sich darin, dass es dabei eine enge Zusammenarbeit mit den benachbarten Kommunen geben sollte. Bürgermeister Klaus Rocher forderte zudem einen Abbau der Bürokratie bei der Beantragung von Fördermitteln für Klimaschutzprojekte.

 


 

© Gemeinde Rangsdorf - AL22
Mittwochs-Gespräch zur Kultur

 

Rund 20 Kulturinteressierte, darunter auch einige Mitglieder der Gemeindevertretung, trafen sich am 15. September am Rangsdorfer See. Am Lido diskutierten sie leidenschaftlich über die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten und die Nutzungsmöglichkeiten vorhandener Gebäude.

 

Zunächst wies Bürgermeister Klaus Rocher auf das finanzielle Dilemma der Gemeinde hin, die kein Mittelzentrum ist. Dennoch gibt es ein vielfältiges kulturelles Leben in Rangsdorf mit mehr oder weniger genutzten Veranstaltungsorten und sehr engagierten Akteuren, von denen viele anwesend waren.

 

Einig war man sich darin, dass kulturelle Angebote zur wichtigen Begegnung von alteingesessenen Rangsdorfer*innen, Zugezogenen und Menschen mit Migrationshintergrund beitragen. Gerade in der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen sei der Stellenwert von Kunst und Kultur vielen Menschen bewusster geworden.

 

Nun gilt es, vorhandene Gebäude, wie die Kirche in Groß Machnow, oder auch das Lindenforum, das für Konzerte geeignet wäre, intensiver für Veranstaltungen zu öffnen. Zudem entstehen neue Räumlichkeiten, wie ein Jugendclub und auch eine Aula in Verbindung mit der neuen Oberschule.

 

Ein Gemeinschaftshaus auf dem Gelände der bisherigen Fischerei am Rangsdorfer See oder ein Begegnungsort am Kiessee könnten zudem entstehen. Den Anwesenden war aber ganz besonders wichtig, dass in zentraler Lage ein Gebäude für alle Generationen errichtet wird, das verschiedene Angebote bündeln und Raum für kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen bieten soll. Eine größere Bibliothek könnte dort genauso einziehen, wie ein Café.

 

Ein Arbeitskreis wurde dafür ins Leben gerufen, der konkrete Ideen sammeln und funktionierende Konzepte in anderen Kommunen unter die Lupe nehmen soll. Wolfgang Buck, Vorsitzender des Kulturvereins, schlug vor, dafür das Engagement der Kulturmeile zu nutzen, die bereits zwei große Veranstaltungen erfolgreich organisiert hat. Die aus dem Arbeitskreis resultierende Konzeption kann dann als Richtschnur, aber auch als Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln dienen.

 

Klaus Rocher zog zum Abschluss des Mittwochs-Gesprächs das Resümee: „Das Thema wird uns noch weiter begleiten.“

 


 

© Gemeinde Rangsdorf - AL22
Mittwochs-Gespräch über Jugendthemen

 

Mehr als 2000 Rangsdorfer*innen sind jünger als 18 Jahre. Deutlich mehr waren von der Gemeinde zunächst zu einer Online-Umfrage eingeladen worden, an der auch junge Erwachsene bis 27 Jahre teilnehmen konnten. 170 Kinder und Jugendliche hatten sich im August beteiligt und Wünsche, Meinungen und Ideen per Online-Umfrage geäußert. Am 8. September kamen nur drei Jugendliche zum Lido, um beim Mittwochs-Gespräch mit Bürgermeister Klaus Rocher und Mitgliedern der Gemeindevertretung zu diskutieren.

 

Dennoch wurden Lösungen für die Anregungen gesucht, die zuvor online geäußert wurden. „Ein Wunsch steht immer ganz oben auf der Wunschliste: ein Kino", berichtete Klaus Rocher. Die Anwesenden diskutierten über verschiedene, vorhandene Räumlichkeiten vom Rathaus bis zur Kirche in Groß Machnow, die dafür geeignet wären.

 

Auch ein Club bzw. eine Disco sowie Treffpunkte für Jugendliche wurden gewünscht und am Rangsdorfer See besprochen. Open-Air-Veranstaltungen wurden dabei genauso angeregt, wie eine mögliche Begegnungsstätte in der Nähe des Kiessees. Dieser ist schon jetzt ein beliebter Treffpunkt der Jugend. Für den Strand plant das Kinder- und Jugendparlament ein Mit-Mach-Projekt. „Dabei soll eine Holzbank mit Kleiderhaken gebaut werden", erklärte Par-lamentsmitglied Tobias Kriese.

 

Auch für einen Skaterpark gibt es großes Interesse. Noch treffen sich viele Skater im Bereich Bahnhof/Rathaus, doch auch dafür wäre am Kiessee oder am Sportplatz an der Birkenallee genügend Raum. Ein neuer Jugendclub könnte gemeinsam mit Oberschule und Sporthalle neu entstehen. Die Ausschreibung für das Vorhaben läuft bereits.

 

Attraktive Ferienangebote, die es vor einigen Jahren noch gab, sollen wiederbelebt werden und ein Gemeinschaftshaus könnte auf dem Gelände der bisherigen Fischerei entstehen.

 


 

© Gemeinde Rangsdorf
Mittwochs-Gespräch über Kitas

 

616 Kita-Plätze gibt es in der Gemeinde Rangsdorf. Sofern sich der Zuzug nach Rangsdorf weiter wie bisher fortsetzt wird im Frühjahr 2023 eine neue Kindertagesstätte – möglichst auf der Westseite der Bahn – benötigt. Weitere werden 2027 und 2031 folgen müssen.

 

Um die aktuelle Lage, aber auch die Zukunft der Rangsdorfer Kitas ging es beim Mittwochs-Gespräch am 1. September. Nur 11 Interessierte, darunter drei Mitglieder der Gemeindevertretung, diskutierten am Lido gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Rocher vor allem über die Gewinnung von pädagogischem Personal. Arbeitsverträge ohne flexible Arbeitszeiten und mehr Gesundheitsangebote wurden angeregt.

 

Dabei wird in Rangsdorf schon jetzt die Aus- und Weiterbildung von Erzieher*innen intensiv gefördert. Den Beschäftigten werden Aufstiegsmöglichkeiten in Leitungspositionen geboten und die pädagogische Vielfalt unterschiedlichster Kita-Konzepte ermöglicht die persönliche Entfaltung.

 

Diese Vielfalt ist insbesondere für die Kinder wichtig. Deren Eltern können in Rangsdorf eine Kita mit jeweiligem Schwerpunkt von Bewegung, über Ernährung bis hin zu Zweisprachigkeit, Natur- und Waldorfpädagogik wählen. Das breite Angebot vielfältigster Konzepte gilt es auch in Zukunft zu erhalten.

 


 

© Gemeinde Rangsdorf - AL22
Mittwochs-Gespräch über Schulen und Hort

 

Bei Schulen und Horten gibt es in der Gemeinde Rangsdorf viele Probleme, aber auch Lösungen. Das wurde beim Mittwochsgespräch am 25. August am Rangsdorfer See deutlich, bei dem dieses Thema im Mittelpunkt stand.

 

Mehr als 30 Interessierte, darunter zahlreiche Mitglieder der Gemeindevertretung, diskutierten am Lido gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Rocher über versäumte Horterweiterungen und geplante Neubauvorhaben.

 

Kurze Wege und ausreichende Kapazitäten für die Rangsdorfer Schüler*innen sind das Ziel der Planungen. Bereits im nächsten Frühjahr soll der Bau einer neuen Sporthalle mit Schulspeisung an der derzeitigen Oberschule beginnen. 2023 wird an dieser Stelle die dritte Grundschule der Gemeinde einziehen. Die Oberschule kann in ein neues Domizil umziehen, für dessen Standort gerade die Ausschreibungen laufen.

 

Spätestens im Dezember soll der neue Hort in Nachbarschaft der Oberschule eröffnet werden, der in den kommenden Wochen in Modulbauweise entsteht. Über das Pendeln der 30 Hortkinder zwischen Grundschule Rangsdorf und dem neuen Hort wurde aufgeregt debattiert. Bürgermeister Klaus Rocher versprach den betroffenen Eltern praktikable Lösungen für den Transport von Kindern und Fahrrädern, die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften und den Austausch mit den Kindern anderer Klassen. Später sollen die Kinder die neue Grundschule gegenüber besuchen. Mit dem Teilen des Hortes kann der dringend notwendige Ausbau des Hortgebäudes an der Clara-Zetkin-Straße beginnen.

 

Dauerhaft rechnet die Gemeinde mit 42 Grundschulklassen. Grundlage sind die Erfahrungswerte der Gemeinde, denn die tatsächliche Anzahl der Grundschüler*innen liegt seit Jahren konstant über den statistischen Vorhersagen des Landes Brandenburg.

 


 

Mittwochs-Gespräch Verkehr
Mittwochs-Gespräch über Verkehr und Mobilität

 

„Wie bekommt Rangsdorf die Mobilitätswende hin?", fragte Bürgermeister Klaus Rocher am 18. August am Rangsdorfer See. Mehr als 35 Interessierte, darunter zahlreiche Mitglieder der Gemeindevertretung, wollten sich zum Thema Verkehr und Mobilität austauschen.

 

Auf einer Infotafel waren die Ergebnisse der Online-Umfrage dargestellt, an der sich zuvor mehr als 600 Rangsdorfer*innen beteiligt hatten. Viele von ihnen und auch von den Anwesenden würden gern Öffentliche Nahverkehrsmittel intensiver nutzen.

 

Voraussetzung wären eine dichtere Taktung der Bahnlinien sowie ein regelmäßiger, an den Zugverkehr angepasster Busverkehr mit dichterer Taktung. Verbesserte Verbindungen stehen außerdem auf der Wunschliste und an erster Stelle der baldige S-Bahn-Anschluss.

 

Für all diese Wünsche will sich die Gemeinde stark machen. So sollen beispielsweise die Busse auch für die Beschäftigten in den ansässigen Unternehmen attraktiver werden. Das Haltestellennetz müsste ebenfalls erweitert werden. Eine Zugverbindung, die es erlaubt, auch nach dem Theaterbesuch oder trotz Nachtschicht am späten Abend wieder nach Rangsdorf zurückkehren zu können, steht ebenfalls hoch im Kurs.

 

Auch der Bahnhof und der Vandalismus dort wurden thematisiert, Ideen diskutiert und Lösungsvorschläge gemacht. Mit der Eröffnung von zwei Imbissständen soll die westliche Seite belebt werden und zudem eine öffentliche Toilette bekommen. Mit der Bahn laufen bereits Gespräche, wie die Sicherheit und Sauberkeit verbessert werden können.

 

Neue Fahrradwege sollen die mit dem Autoverkehr überlasteten Rangsdorfer Straßen künftig entlasten. Bei der Online-Umfrage stand die Verlängerung des Geh- und Radwegs in der Bergstraße ganz oben auf der Wunschliste. In der Diskussion am Lido wurden zudem Fahrradstraßen und ein Rundweg um den Rangsdorfer See angeregt.

 

Kurze Wege könnten die Verkehrsbelastung zudem minimieren. Wenn vor Ort Arbeiten, Lernen und Einkaufen möglich sind, kann das zu einer Mobilitätswende beitragen. Tempo 30 soll außerdem für eine Lärmreduzierung sorgen. Car-Sharing und sichere Fahrradboxen am Bahnhof können über private Anbieter realisiert werden.

 

„Wer Asphalt baut, erntet Verkehr", sagte Matthias Gerloff. Doch auch der Autoverkehr brauche in der Gemeinde neue Straßen, wie den geplanten Nord-Süd-Verbinder, der Rangsdorf-West eine ersehnte zusätzliche Ausfahrt über Pramsdorf ermöglichen soll. Kontrovers wurde über den Ausbau der Kreuzung Kienitzer Straße / B96 diskutiert.

 

Immerhin zehn Prozent der Rangsdorfer Autos fahren schon elektrisch bzw. als Plug-in-Hybrid. Dafür benötigt die Gemeinde dringend Ladestationen. Der Strom für die E-Mobilität könnte durch Photovoltaik-Anlagen erzeugt werden. Wünschenswert wäre davon eine direkt auf dem Rathaus. Doch letztlich entscheidet die Gemeindevertretung, welche Prioritäten gesetzt werden. Denn auch möglichst wenig versiegelte und rückbaubare Gemeinschaftsparkplätze für Problemzonen, wie am Rangsdorfer See, werden benötigt.

 


 

Mittwochs-Gespräch Sport
Konstruktives Mittwochs-Gespräch über Sport und Freizeit

 

In lockerer Atmosphäre diskutierten am 11. August 16 Rangsdorfer*innen am Lido mit Bürgermeister Klaus Rocher über die Zukunft der Gemeinde. Im Fokus des ersten Mittwochs-Gesprächs stand das Thema Sport und Freizeit.

 

Auf einer Infotafel konnten sich die Gäste über die Ergebnisse der entsprechenden Online-Umfrage informieren. Viele der 802 Teilnehmenden hatten sich beispielsweise generationenübergreifende Outdoor-Sport-Möglichkeiten gewünscht, von Outdoor-Fitness-Geräten über Kletterwand bis hin zum Trampolin. Auch Standortvorschläge wurden gemacht.

 

Diese wurden vom Bürgermeister aufgegriffen, der konkrete Vorschläge präsentierte, wie Rangsdorf für Sportfans künftig attraktiver werden soll. Unter anderem stellte er die Visionen für den Sportplatz an der Birkenallee vor. Dieser bietet genügend Platz für Outdoor-Fitnessgeräte und zusätzliche Bäume neben einer Parkfläche für die Strandgäste.

 

Auch der Spiel- und Bolzplatz an der Rosenaue könnte mit Fitness-Geräten aufgewertet werden. Das Gelände des Fischers am Rangsdorfer See bietet zudem Potenzial für eine neue gemeinschaftliche Nutzung an einem sehr attraktiven Standort.

 

Derzeit läuft die Ausschreibung für den Bau einer neuen Oberschule und für die dazugehörigen Sportstätten, die die angespannte Situation im Schulsport und damit auch für die Sportvereine verbessern sollen. Die Kapazitäten sind knapp und der Bedarf an Sportflächen sehr groß. Für etwas Entspannung sollen auch der bereits beschlossene Neubau einer kleineren Sporthalle neben der bisherigen Oberschule und die Erweiterung des Lindenforums sorgen.

 

Konstruktive Vorschläge brachten auch die Gäste der Gesprächsrunde ein. Unter anderem boten sie eine finanzielle Beteiligung der Sportvereine, aber auch von Privatpersonen an, um neue Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu schaffen. Die Nutzung der Sportstätten für Individualsport außerhalb von Vereinen wurde vorgeschlagen. 68 Prozent der Online-Umfrage-Teilnehmenden hatten sich das ebenfalls gewünscht.

 

Außerdem wurde über Trendsportarten, Multifunktionsanlagen und den Bau einer Reithalle gesprochen. Ein Haus des Sports und die Gründung eines Gemeindesportbundes wurden ebenfalls angeregt.

 

Bei allen Maßnahmen, so der Wunsch vieler Anwesenden, sollen Klimaschutzaspekte im Vordergrund stehen. Dass sich dieses Thema wie ein roter Faden durch alle Themen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ziehen wird, versprach Bürgermeister Klaus Rocher.

 


 

Online-Umfrage Jugend
Auswertung der Online-Umfrage für Kinder und Jugendliche

 

Vom 14. bis 28. August haben 170 Kinder und Jugendliche Wünsche, Meinungen und Ideen per Online-Umfrage geäußert. 83 Prozent der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen leben in unserer Gemeinde, 17 Prozent besuchen hier die Schule oder verbringen ihre Freizeit in Rangsdorf.

 

82 Prozent der Teilnehmenden sind sportlich aktiv im Verein. Freund*innen treffen 65 Prozent von ihnen zu Hause, gefolgt vom Treffen am Kiessee, am Rangsdorfer See, am Bahnhof und beim Sport. Nur 36 Prozent besuchen einen Jugendclub, die überwiegende Mehrheit davon mit 91 Prozent den Jugendclub „Joker“.

 

Ganz oben auf der Wunschliste der Kinder und Jugendlichen stehen ein Kino (59 Prozent), Disco bzw. Club (46 Prozent), Treffpunkte für Jugendliche (38 Prozent), Sportangebote (32 Prozent) und generationenübergreifende Spielplätze (25 Prozent). Aber auch ein Reparaturcafé und Kochkurse (jeweils 19 Prozent) wünschen sich die Umfrageteilnehmer*innen.

 

80 Prozent von ihnen leben gern in Rangsdorf. Wichtig ist den Kindern und Jugendlichen das Grün unserer Gemeinde, Freunde und Familie sowie die gute Anbindung an Berlin. Wer nicht gern hier wohnt, führt häufig als Grund an, dass Jugendliche sich unerwünscht fühlen. Eine kritische Meinung, die zu denken gibt: „Bei vielen Einwohnern von Rangsdorf sind die Jugendlichen an allem schuld. Egal ob es Vandalismus, Verunreinigungen, Lautstärke ist. Es gibt sicherlich auch wenige problematische Jugendliche auf die dies zutrifft, wovon einige jedoch noch nicht einmal in Rangsdorf leben! Keiner will die Jugendlichen in der Nähe haben. Aber wir können und wollen nicht unser Leben nur in geschlossenen Räumen ohne andere Jugendliche verbringen!“

 

Die Ergebnisse im Detail:

Auswertung Umfrage Kinder und Jugend

 


 

Sachsenkorso
Auswertung der Online-Umfrage zum Thema Verkehr und Mobilität

 

Vom 11. bis 25. Juni waren die Rangsdorfer*innen aufgerufen, Wünsche und Meinungen per Online-Umfrage zum Thema Verkehr und Mobilität zu äußern. 608 Teilnehmende haben sich daran beteiligt.

 

Um zu Ausbildung, Schule oder Kita zu gelangen, sind 57 Prozent der Teilnehmenden mit Fahrrad (27 Prozent), zu Fuß (21 Prozent) oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (9 Prozent) umweltfreundlich unterwegs. 34 Prozent radeln in ihrer Freizeit. Eine Verkehrswende zeichnet sich allerdings beim Weg zum Einkaufen und zur Arbeit noch nicht ab: 81 Prozent der Teilnehmenden nutzen dafür das Auto. Zur Arbeit kommen 67 Prozent motorisiert.

 

70 Prozent der Teilnehmenden leben nur maximal 10 Minuten von der nächsten Haltestelle entfernt. Aber selten oder nie nutzen 70 Prozent die Bahn und 94 Prozent den Bus. Dass der öffentliche Personennahverkehr bei Verbesserungen jedoch großes Potenzial hat, beweisen die 65 Prozent der Teilnehmenden, die ihn dann häufiger nutzen würden. Voraussetzung wären eine dichtere Taktung der Bahnlinien sowie ein regelmäßiger, an den Zugverkehr angepasster Busverkehr mit dichterer Taktung. Verbesserte Verbindungen stehen außerdem auf der Wunschliste, vor allem nach Potsdam, zum Bahnhof Blankenfelde, nach Königs Wusterhausen, aber auch innerorts und nach Ludwigsfelde. Auf den baldigen S-Bahn-Anschluss hoffen zudem viele Teilnehmende.

 

Ruf- und Bürgerbusse stießen nur auf ein relativ geringes Interesse und nur wenige Teilnehmende würden sich ein privates Auto mit anderen teilen. 4 Prozent würden eine Mitfahrbank nur als Mitfahrende nutzen, 19 Prozent  als Mitnehmende und 18 Prozent würden Beides tun. Eine Mehrheit von 59 Prozent lehnt die Idee der Mitfahrbank ab.

 

Dass der motorisierte Individualverkehr keine optimale Lösung darstellt, verdeutlicht die große Mehrheit der Teilnehmenden (77 Prozent), die dadurch eine Belastung empfindet. 56 Prozent der teilnehmenden Haushalte besitzen zwei Autos und 30 Prozent ein Auto mit Verbrennungsmotor. Immerhin 10 Prozent fahren schon elektrisch bzw. mit Plug-in-Hybridfahrzeug.

 

83 Prozent der Teilnehmenden nutzen die Kienitzer Straße als Ein- bzw. Ausfahrt. Nur 38 Prozent empfinden dort die Wartezeiten im Berufsverkehr als zu lang. Dennoch ist für 49 Prozent der Ausbau der Kreuzung Kienitzer Straße/B96/Klein Kienitzer Straße das wichtigste Ausbauvorhaben. Mehr öffentliche Parkplätze wünschen sich die Teilnehmenden hauptsächlich in Bahnhofsnähe, am Rangsdorfer See und am Kiessee.

 

60 Prozent der Teilnehmenden sind offen für eine App zur Organisation von Fahrgemeinschaften. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent befürwortet ein Car-Sharing-Angebot und 72 Prozent eine öffentlich zugängliche Ladesäule für Elektroautos, aber nur 51 Prozent für Elektrofahrräder. 67 Prozent befürworten einen Fahrradverleih bzw. Bike-Sharing. Ein Lastenrad würden sich 18 Prozent sicher und 31 Prozent vielleicht ausleihen. Für eine kostenpflichtige Fahrradabstellanlage mit gesicherter Aufbewahrung am Bahnhof haben 51 Prozent der Teilnehmenden gestimmt. 52 Prozent hätten gern mehr Fahrradabstellplätze – vor allem in Bahnhofsnähe und am Rangsdorfer See. Fast alle Teilnehmenden (97 Prozent) verfügen über ein Fahrrad – 76 Prozent sogar über 2 bis 4 Fahrräder pro Haushalt.

 

Der Bau von Fuß- und Radwegen hat für 57 Prozent der Teilnehmenden höchste Priorität, um die Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu erhöhen. Auch eine Verkehrsreduzierung, mehr Fußgängerüberwege und die Temporeduzierung für den Autoverkehr werden als wichtig erachtet.

 

Mit großem Abstand finden die Teilnehmenden, dass die Kienitzer Straße, die Großmachnower Allee und die Großmachnower Straße möglichst schnell ausgebaut werden sollten. Ein Geh- und Radweg in der Bergstraße steht zudem ganz oben auf der Wunschliste.

 

Die ausführlichen Ergebnisse im Detail:

Auswertung Umfrage Verkehr und Mobilität

 


 

© pixabay.com
Auswertung der Online-Umfrage zum Thema Sport und Freizeit

 

Vom 8. bis 23. Mai waren die Rangsdorfer*innen aufgerufen, Wünsche und Meinungen per Online-Umfrage zum Thema Sport und Freizeit zu äußern. 802 Teilnehmende haben sich daran beteiligt. Die Mehrheit von ihnen treibt regelmäßig (65 Prozent) oder manchmal (30,5 Prozent) Sport. Und 61 Prozent tun dies individuell ohne Verein und 68 Prozent würden gern die öffentlichen Sportplätze außerhalb von Vereins- und Schulsporttrainingszeiten für das persönliche Training nutzen.

 

61 Prozent der Teilnehmenden wünschen sich eine Skaterstrecke, 57 Prozent mehr Bolzplätze und 47 Prozent einen weiteren öffentlichen Basketballcourt.

 

Radwege sind den Teilnehmenden sehr wichtig, insbesondere wünschen sie sich einen Radweg von Groß Machnow nach Mittenwalde parallel zur K7236, einen Weg als Querverbindung von der Kienitzer Straße über Am Stadtweg Richtung Autobahnbrücke A10 zum Gewerbegebiet Dahlewitz und einen Radweg entlang der L40 von Brusendorf über Klein Kienitz nach Dahlewitz. Aber auch die bessere Nutzbarkeit für Radfahrende von Puschkinstraße, Goethestraße und Sachsenkorso haben eine hohe Priorität.

 

Mehr Wassersportangebote am Rangsdorfer See fänden 60 Prozent der Teilnehmenden gut und haben dazu auch konkrete Vorschläge vom Kanuverleih bis zur Schwimminsel mit Rutsche gemacht.

 

Für 79 Prozent der Teilnehmenden fehlen in Rangsdorf Treffpunkte für sportliche Aktivitäten. Dort könnten Outdoor-Fitness-Geräte (79 Prozent) oder Klettermöglichkeiten (63 Prozent) die Fitness stärken. 64 Prozent würden zudem gern einen Fitness- bzw. Wander-Parcours mit Sitzgelegenheiten an der Lindenallee nutzen.

 

Für eine BMX-Strecke können sich nur 41 Prozent der Teilnehmenden und für eine Skateboard-Halfpipe nur 46 Prozent begeistern. 79 Prozent fänden jedoch einen sportlichen Treffpunkt mit Überdachung für Jugendliche sinnvoll.

 

Die Ergebnisse im Detail:

Auswertung Umfrage Sport und Freizeit