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Mittwochs-Gespräch: Diskussion über Verkehrswende

19.08.2021

„Wie bekommt Rangsdorf die Mobilitätswende hin?", fragte Bürgermeister Klaus Rocher am Mittwochabend am Rangsdorfer See. Mehr als 35 Interessierte, darunter zahlreiche Mitglieder der Gemeindevertretung, wollten sich zum Thema Verkehr und Mobilität austauschen.

Auf einer Infotafel waren die Ergebnisse der Online-Umfrage dargestellt, an der sich zuvor mehr als 600 Rangsdorfer*innen beteiligt hatten. Viele von ihnen und auch von den Anwesenden würden gern Öffentliche Nahverkehrsmittel intensiver nutzen.

Voraussetzung wären eine dichtere Taktung der Bahnlinien sowie ein regelmäßiger, an den Zugverkehr angepasster Busverkehr mit dichterer Taktung. Verbesserte Verbindungen stehen außerdem auf der Wunschliste und an erster Stelle der baldige S-Bahn-Anschluss.

Für all diese Wünsche will sich die Gemeinde stark machen. So sollen beispielsweise die Busse auch für die Beschäftigten in den ansässigen Unternehmen attraktiver werden. Das Haltestellennetz müsste ebenfalls erweitert werden. Eine Zugverbindung, die es erlaubt, auch nach dem Theaterbesuch oder trotz Nachtschicht am späten Abend wieder nach Rangsdorf zurückkehren zu können, steht ebenfalls hoch im Kurs.

Auch der Bahnhof und der Vandalismus dort wurden thematisiert, Ideen diskutiert und Lösungsvorschläge gemacht. Mit der Eröffnung von zwei Imbissständen soll die westliche Seite belebt werden und zudem eine öffentliche Toilette bekommen. Mit der Bahn laufen bereits Gespräche, wie die Sicherheit und Sauberkeit verbessert werden können.

Neue Fahrradwege sollen die mit dem Autoverkehr überlasteten Rangsdorfer Straßen künftig entlasten. Bei der Online-Umfrage stand die Verlängerung des Geh- und Radwegs in der Bergstraße ganz oben auf der Wunschliste. In der Diskussion am Lido wurden zudem Fahrradstraßen und ein Rundweg um den Rangsdorfer See angeregt.

Kurze Wege könnten die Verkehrsbelastung zudem minimieren. Wenn vor Ort Arbeiten, Lernen und Einkaufen möglich sind, kann das zu einer Mobilitätswende beitragen. Tempo 30 soll außerdem für eine Lärmreduzierung sorgen. Car-Sharing und sichere Fahrradboxen am Bahnhof können über private Anbieter realisiert werden.

„Wer Asphalt baut, erntet Verkehr", sagte Matthias Gerloff. Doch auch der Autoverkehr brauche in der Gemeinde neue Straßen, wie den geplanten Nord-Süd-Verbinder, der Rangsdorf-West eine ersehnte zusätzliche Ausfahrt über Pramsdorf ermöglichen soll. Kontrovers wurde über den Ausbau der Kreuzung Kienitzer Straße / B96 diskutiert.

Immerhin zehn Prozent der Rangsdorfer Autos fahren schon elektrisch bzw. als Plug-in-Hybrid. Dafür benötigt die Gemeinde dringend Ladestationen. Der Strom für die E-Mobilität könnte durch Photovoltaik-Anlagen erzeugt werden. Wünschenswert wäre davon eine direkt auf dem Rathaus. Doch letztlich entscheidet die Gemeindevertretung, welche Prioritäten ge-setzt werden. Denn auch möglichst wenig versiegelte und rückbaubare Gemeinschaftsparkplätze für Problemzonen, wie am Rangsdorfer See, werden benötigt.

Am Mittwoch, dem 25. August, findet die nächste Gesprächsrunde am Lido statt. Ab 19 Uhr können sich die Rangsdorfer*innen gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Rocher und Gemeindevertreter*innen zum Thema Schule und Hort austauschen.

 

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