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Auswertung der Online-Umfrage zum Thema Verkehr und Mobilität

08.07.2021

Vom 11. bis 25. Juni waren die Rangsdorfer*innen aufgerufen, Wünsche und Meinungen per Online-Umfrage zum Thema Verkehr und Mobilität zu äußern. 608 Teilnehmende haben sich daran beteiligt.

 

Um zu Ausbildung, Schule oder Kita zu gelangen, sind 57 Prozent der Teilnehmenden mit Fahrrad (27 Prozent), zu Fuß (21 Prozent) oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (9 Prozent) umweltfreundlich unterwegs. 34 Prozent radeln in ihrer Freizeit. Eine Verkehrswende zeichnet sich allerdings beim Weg zum Einkaufen und zur Arbeit noch nicht ab: 81 Prozent der Teilnehmenden nutzen dafür das Auto. Zur Arbeit kommen 67 Prozent motorisiert.

 

70 Prozent der Teilnehmenden leben nur maximal 10 Minuten von der nächsten Haltestelle entfernt. Aber selten oder nie nutzen 70 Prozent die Bahn und 94 Prozent den Bus. Dass der öffentliche Personennahverkehr bei Verbesserungen jedoch großes Potenzial hat, beweisen die 65 Prozent der Teilnehmenden, die ihn dann häufiger nutzen würden. Voraussetzung wären eine dichtere Taktung der Bahnlinien sowie ein regelmäßiger, an den Zugverkehr angepasster Busverkehr mit dichterer Taktung. Verbesserte Verbindungen stehen außerdem auf der Wunschliste, vor allem nach Potsdam, zum Bahnhof Blankenfelde, nach Königs Wusterhausen, aber auch innerorts und nach Ludwigsfelde. Auf den baldigen S-Bahn-Anschluss hoffen zudem viele Teilnehmende.

 

Ruf- und Bürgerbusse stießen nur auf ein relativ geringes Interesse und nur wenige Teilnehmende würden sich ein privates Auto mit anderen teilen. 4 Prozent würden eine Mitfahrbank nur als Mitfahrende nutzen, 19 Prozent  als Mitnehmende und 18 Prozent würden Beides tun. Eine Mehrheit von 59 Prozent lehnt die Idee der Mitfahrbank ab.

 

Dass der motorisierte Individualverkehr keine optimale Lösung darstellt, verdeutlicht die große Mehrheit der Teilnehmenden (77 Prozent), die dadurch eine Belastung empfindet. 56 Prozent der teilnehmenden Haushalte besitzen zwei Autos und 30 Prozent ein Auto mit Verbrennungsmotor. Immerhin 10 Prozent fahren schon elektrisch bzw. mit Plug-in-Hybridfahrzeug.

 

83 Prozent der Teilnehmenden nutzen die Kienitzer Straße als Ein- bzw. Ausfahrt. Nur 38 Prozent empfinden dort die Wartezeiten im Berufsverkehr als zu lang. Dennoch ist für 49 Prozent der Ausbau der Kreuzung Kienitzer Straße/B96/Klein Kienitzer Straße das wichtigste Ausbauvorhaben. Mehr öffentliche Parkplätze wünschen sich die Teilnehmenden hauptsächlich in Bahnhofsnähe, am Rangsdorfer See und am Kiessee.

 

60 Prozent der Teilnehmenden sind offen für eine App zur Organisation von Fahrgemeinschaften. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent befürwortet ein Car-Sharing-Angebot und 72 Prozent eine öffentlich zugängliche Ladesäule für Elektroautos, aber nur 51 Prozent für Elektrofahrräder. 67 Prozent befürworten einen Fahrradverleih bzw. Bike-Sharing. Ein Lastenrad würden sich 18 Prozent sicher und 31 Prozent vielleicht ausleihen. Für eine kostenpflichtige Fahrradabstellanlage mit gesicherter Aufbewahrung am Bahnhof haben 51 Prozent der Teilnehmenden gestimmt. 52 Prozent hätten gern mehr Fahrradabstellplätze – vor allem in Bahnhofsnähe und am Rangsdorfer See. Fast alle Teilnehmenden (97 Prozent) verfügen über ein Fahrrad – 76 Prozent sogar über 2 bis 4 Fahrräder pro Haushalt.

 

Der Bau von Fuß- und Radwegen hat für 57 Prozent der Teilnehmenden höchste Priorität, um die Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu erhöhen. Auch eine Verkehrsreduzierung, mehr Fußgängerüberwege und die Temporeduzierung für den Autoverkehr werden als wichtig erachtet.

 

Mit großem Abstand finden die Teilnehmenden, dass die Kienitzer Straße, die Großmachnower Allee und die Großmachnower Straße möglichst schnell ausgebaut werden sollten. Ein Geh- und Radweg in der Bergstraße steht zudem ganz oben auf der Wunschliste.

 

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Interessierte unten.

 

Vielen Dank für die zahlreichen Anregungen und für die rege Beteiligung. Die Resultate aus der Umfrage werden noch in einer öffentlichen Gesprächsrunde diskutiert und dann in das Gemeindeentwicklungskonzept einfließen.

 

gez. Rocher

 

Bild zur Meldung: Auswertung der Online-Umfrage zum Thema Verkehr und Mobilität