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Wassermangel führt zum Fischsterben in Zülowseen

10.12.2020

In den Zülowseen gibt es derzeit ein Fischsterben. Größere Fische wurden bereits entsorgt, ein Teil der meist kleineren Fische war vom Ufer aus nicht zu erreichen. Die Situation wird weiter beobachtet und bei Bedarf werden Maßnahmen zur Entsorgung ergriffen.

 

Die Ursache des Fischsterbens ist vermutlich der Sauerstoffmangel im Wasser aufgrund des hohen Nährstoffgehaltes. Dieser entsteht durch Zersetzungsprozesse im Zusammenhang mit dem aktuell geringen Wasserstand. Laub und Absterbeprozesse tragen im Herbst viel abzubauendes organisches Material in die Gewässer ein und führen zu erhöhter Sauerstoffzehrung im Wasser.

 

Teilweise wurde der Verdacht auf illegale Einleitungen geäußert, da das Wasser in den westlichen kleinen Torfstichteichen weiß gefärbt ist und über den Durchlass in den großen Weidenteich fließt. Die Weißfärbung des Wassers wird jedoch durch elementaren Schwefel verursacht. Dieser sorgt für den strengen Geruch des Wassers und entsteht durch Oxydation des beim Abbau organischer Stoffe entstehenden Schwefelwasserstoffs.

 

Auch gelegentlich beobachteter Schaum auf dem Wasser ist auf natürliche Weise entstanden. Es handelt sich um aufgeschäumte Eiweißverbindungen aus den organischen Materialien. Dieser natürliche Eiweißschaum ist meist weiß-gelblich, im Gegensatz zu Schaum aus Tensiden, der regenbogenartig gefärbt wäre und nach Waschmittel riechen würde.

 

Eine Verbesserung des Zustands lässt sich letztlich nur durch die Verringerung der organischen Belastung sowie eine ausreichende Wasser- und Sauerstoffzufuhr bewirken. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation durch Regenfälle  in den Wintermonaten entspannt.

 

gez. Rocher

 

Foto: © Gemeinde Rangsdorf - BA04