Bürgermeister fordern klares Konzept für Öffnung von Schulen und Kindertagesbetreuung

19.05.2020

Der eingeschränkte Betrieb in Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ist derzeit ein organisatorischer Balanceakt für Kommunen und Träger der Einrichtungen. lm Rahmen der erweiterten Notbetreuung in den Kindertagesstätten stoßen sowohl freie als auch kommunale Träger an ihre Grenzen. An vielen Stellen entstehen Zielkonflikte zwischen der Einhaltung des lnfektionsschutzgesetzes, dem Kindswohl und der Unterstützung der Familien. Deshalb hat nun die Kreisarbeitsgemeinschaft der Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Teltow-Fläming einen Brief an die Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst geschrieben.

 

In dem Schreiben fordern die Bürgermeister ein verlässliches Konzept zur vollständigen Wiederinbetriebnahme der Kindertagesbetreuungseinrichtungen und Schulen.

 

Sie bitten eindringlich:

 

1. ln enger Kooperation mit den Spitzenverbänden der öffentlichen und freien Träger einen verlässlichen Fahrplan zur Öffnung der Kindertagesbetreuungseinrichtungen und Schulen zu entwickeln.

2. Jeden weiteren Schritt und jede weitere Maßnahme zur Ausweitung der Notbetreuung, bis hin zum Einstieg in den Regelbetrieb, dringend mit den  Spitzenverbänden der öffentliche und freien Kitaträger abzustimmen.

3. Wir mahnen ein Umdenken bei dem Personaleinsatz in den Schulen an. Sofern wir bei der Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler unterstützen und helfen sollen, müssen wir als Träger auf Risikogruppen zurückgreifen. Gleichzeitig behält sich das Land weiterhin vor, diese nicht einzusetzen. Das ist keine vertrauensbildende Zusammenarbeit auf Augenhöhe!

4. Für die notwendige Rechtssicherheit erwarten wir ein Amtshilfeersuchen lhrerseits, dem wir nach Möglichkeit nachkommen, sofern der Personaleinsatz der Lehrerinnen und Lehrern dem unseres pädagogischen Personals entspricht.

 

gez. Rocher

 

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