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Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Rangsdorf – Vorbereitende Untersuchungen zur Sanierung des Rangsdorfer Sees

13.05.2019

Nach der Diskussion im Zusammenhang mit dem Besuch des „Robur“ des rbb am Strand des Rangsdorfer Sees am 10.05.2019 wird die Gemeinde Rangsdorf zur Vermeidung von weiteren Missverständnissen umfangreichere Untersuchungen in Auftrag geben müssen, als dies bisher vorgesehen war. In der Diskussion wurde unter anderem behauptet, dass nach wie vor über die Düngung von Feldern und Wiesen Nährstoffe in den See über Oberflächengewässer eingetragen werden. Weiterhin wurde der schlechte Zustand des Sees auf die große Weißfischpopulation im See zurückgeführt bzw. auch über einen erhöhten Eintrag von Nährstoffen über den Zufluss über den Glasowbach. In den vergangenen Jahren wurde schon fast alles untersucht. Da es aber nach wie vor Vermutungen zu verschiedenen Nährstoffeintragungsquellen gibt, sollten entsprechende Untersuchungen vorgenommen werden, um festzustellen, ob die Behauptungen berechtigt sind.

 

Zusätzliche Ermittlungen führen dazu, dass der bisherige Umfang der Untersuchungen nicht ausreichen wird. Der bisher vorgesehene Umfang wurde mit den Fachbehörden des Landes Brandenburg mit der Antragstellung auf Fördermittel abgestimmt. Dies bedeutet, dass nun ein Auftragsvolumen über 100.000 Euro zu erwarten sein wird. Alle bisherigen Vorbereitungen zur Vergabe des Auftrages sind dementsprechend zu überarbeiten. Die vorbereitenden Arbeiten zur Stellung des Förderantrags durch die Firma Terra Urbana sind für das Vergabeverfahren teilweise als Leistungsverzeichnis zu verwenden. Die Durchführung eines Vergabeverfahrens war ohnehin nach dem Erhalt einer Förderung nötig. Nun wird eine öffentliche Ausschreibung nötig sein, da der Auftragswert über 100.000 Euro liegen wird. Bei den Vergabeverfahren kann sich die Firma Terra Urbana nicht an der Ausschreibung  beteiligen, weil die Firma Teile des Leistungsverzeichnisses erstellt hat.

 

Der vom Verein „Rettung des Rangsdorfer Sees e. V.“ vorgeschlagene runde Tisch soll möglichst noch im Juni stattfinden. Hier soll nun beraten werden, welche zusätzlichen Untersuchungen in ein entsprechendes Leistungsverzeichnis für eine Ausschreibung aufzunehmen wären. Eine Ausschreibung kann sowieso erst nach der Bewilligung der Fördermittel erfolgten, nun auch nach einem entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung. Grund ist, dass die Hauptsatzung der Gemeinde Rangsdorf vorschreibt, dass über die Einleitung von Vergabeverfahren ab einem Wertumfang von über 100.000 Euro die Gemeindevertretung zu entscheiden hat. In dem Fall wird die Gemeindevertretung dann auch entscheiden müssen, wie eventuelle Mehrkosten gegenüber den entsprechenden Haushaltsansätzen gedeckt werden.

 

gez.

Rocher

Bürgermeister

 

Foto: © Foto: Bürgermeister Klaus Rocher