Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Drucken
 

Pressemitteilung des Landkreises Teltow-Fläming - Jugendsozialarbeiter in Gniezno

Rangsdorf, den 04.06.2018

Austausch von Ideen und Erfahrungen

 

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen, außerschulische Angebote für benachteiligte Schülerinnen und Schüler sowie die Bildung, Betreuung, Förderung und Inklusion von behinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen standen im Mittelpunkt eines Besuchs von Jugendarbeitern aus TF im polnischen Partnerkreis.

 

Der Landkreis Teltow-Fläming pflegt mit dem Kreis Gniezno eine langjährige Partnerschaft. Ziel der Studienfahrt war es, die Jugendhilfelandschaft im Partnerkreis kennen zu lernen und insbesondere die Systeme und Bedingungen zu vergleichen.

 

Vom 13. bis zum 16. Mai 2018 hatten Ralph Müller, Koordinator Jugendarbeit im Jugendamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming, Marcus Mauersberger, Schulsozialarbeiter im Oberstufenzentrum und an der Volkshochschule TF sowie Ralf Wroblewski, Koordinator City Treff und Jugendrotkreuz die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Polen. Jennifer Rupprecht vertrat den Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Partnerschaften des Landkreises Teltow-Fläming.

 

Umfangreiches Programm

 

Äußerst gastfreundlich wurde die Gruppe aus Teltow-Fläming zum Auftakt des Besuchs von Landrätin Beata Tarczyńska und Vertretern des Kreisvorstands empfangen. Ziele und Verlauf des Besuchs wurden erläutert, und auch die lokale Presse interessierte sich für den Besuch der Partner aus Deutschland.

Danach folgten zahlreiche Besichtigungen und Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Einrichtungen aus dem Spektrum der Jugendhilfe. So wurden beispielsweise das staatliche Zentrum für Familienhilfe des Kreises (PCPR) in der Kreisverwaltung Gniezno, die Tagesgruppe „Dzieci z Chmur“ (Kinder aus den Wolken) und eine Tagesstätte für Menschen mit geistiger Behinderung und Autismus besucht. Letztere verdankt ihre Entstehung vor allem dem großen Engagement der Eltern, die sich nicht damit abfinden wollten, dass es für junge Erwachsene mit Behinderung nach dem Ende der Schulpflicht keine Angebote gab und daraufhin den Verein „Maki“ gründeten.

Gespräche wurden auch mit den Präventionsbeamtinnen der Polizei-Kreiskommandatur geführt, die den Kinderschutz im Kreis Gniezno koordinieren. Zudem fand ein Treffen mit Mitarbeitern eines soziotherapeutischen Jugendzentrums, der Förderschule in Kłecko und einer lokalen Initiative in Łagiewniki Kościelne statt.

 

Zwar standen die Jugendarbeit und ein möglicher Jugendaustausch sowie weitere Partnerschaftsprojekte zwischen TF und dem Kreis Gniezno im Zentrum des Besuchs. Die Gruppe hatte jedoch auch Gelegenheit, in die Geschichte einzutauchen: Vor ihrer Abreise besuchte die Delegation den Dom zu Gniezno und das erzbischöfliche Archiv.

 

Unterschiedliche Wege führen zum gleichen Ziel

 

Einig waren sich die Gesprächspartner, dass allen Kindern und Jugendlichen ein erfülltes Leben in körperlicher und geistiger Unversehrtheit ermöglicht werden sollte. Dafür engagiert man sich in Polen wie in Deutschland.

 

Ralph Müller resümiert den Austausch wie folgt: „Die polnische Jugendhilfelandschaft kennen zu lernen war für mich außerordentlich aufschlussreich. In Polen gibt es kein eigenständiges Jugendamt, so wie es in Deutschland der Fall ist, dennoch wird ein weitgefächertes Angebot an meist privat initiierten Leistungen erbracht. Bedanken möchte ich mich für die Gastfreundlichkeit und die fachliche Begleitung durch den Partnerkreis.“

 

Jennifer Rupprecht: „Die Verbindung mit dem Partnerkreis in Polen liegt uns sehr am Herzen. Ich sehe großes Potenzial, die Partnerschaft vor allem im Bereich Jugendarbeit nachhaltig zu stärken und in den kommenden Jahren durch Begegnungen in Deutschland und Polen lebendig zu halten.“

 

Dazu gehört unter anderem auch ein Gegenbesuch der Fachkräfte aus Praxis und Verwaltung des Partnerkreises. Sie sollen zu einer Studienreise in den Landkreis Teltow-Fläming eingeladen werden. Angeregt wurde auch ein Jugendaustausch für besonders benachteiligte Jugendliche. Dafür wird eine Zusammenarbeit mit der Tagesgruppe „Kinder aus den Wolken“ in Gniezno angestrebt.

 

Einreicher:

Jennifer Rupprecht

Landkreis Teltow-Fläming

Kreisverwaltung / Bereich Landrätin

Öffentlichkeitsarbeit

Am Nuthefließ 2

14943 Luckenwalde

Tel:   03371 608-1005

Fax:  03371 608-9000

 

Foto:

© Landkreis Teltow-Fläming -  Delegation aus Teltow-Fläming vor dem Eingang der Tagesgruppe "Kinder aus den Wolken"